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Mehr Abwechslung passt nicht in zwei Wochen: Die Reise beginnt in Amsterdam, mit Kunst von Weltrang, vielleicht einer Grachtenfahrt – und endet im Dreiländereck, in Basel. Unterwegs passieren Sie ein halbes Dutzend UNESCO-Welterbestätten: die Festung von Gorinchem, die antike Porta Nigra in Trier, die Kathedralen von Speyer und Straßburg. Welterbe-Status hat auch die Wein- und Burgenlandschaft des Mittelrheintals – Rheinromantik zum Schwelgen. Was Rüdesheim für den Rhein ist, sind Cochem und Bernkastel für die Mosel - Hotspots für Weinliebhaber. Düsseldorf hat seit dem Wirken von Joseph Beuys und Jörg Immendorff eine spannende Kunstszene, Frankfurt die berühmte Banken-Skyline, Mannheim ein Barockschloss… Unser Rat für Ihre Kreuzfahrt: Entdecken, staunen und genießen!
Gassen, Grachten und immer wieder van Gogh. Amsterdam ist eine der spannendsten Städte Europas. Das historische Zentrum wurde auf fünf Millionen Fichtenstämmen gebaut. Die Erlebnisse in der Stadt sind ohne Zahl. Am Museumsplatz ist große Kunst zu bestaunen, Rembrandt und Vermeer im Rijksmuseum, Van Gogh im eigenen Museum. Und wer durch die Altstadt flaniert, erlebt echte Kontraste – mit dem berührenden Anne-Frank-Haus, Chinatown und dem berühmten Rotlichtviertel.
Alles drin: Stadtmauern, Bastionen, Tore und Gräben umfassen die gesamte Altstadt – die Festung Gorinchem, im 16. und 17. Jh. an den Ufern der Flüsse Merwede und Linge errichtet, machte die Stadt uneinnehmbar. Heute lädt sie offen zur Eroberung ein und empfiehlt sich für einen aussichtsreichen Spaziergang auf den Wällen. Mit Recht trägt sie den Titel »Schönste Festungsstadt der Niederlande«. Und als Teil der wehrhaften »Holländischen Wasserlinien« auch das Welterbe-Siegel der UNESCO.
Die historische Stadt Arnheim verzaubert mit ihrer eindrucksvollen Architektur und ihrer malerischen Lage am Rhein. Wer sich für den Zweiten Weltkrieg interessiert, wird hier auf besondere Weise fündig: Die berühmte John-Frost-Brücke, die eindrucksvolle Eusebius-Kirche und das Museum Arnheim erinnern an diese bewegte Zeit. Ebenso lohnenswert ist ein Besuch im Niederländischen Freilichtmuseum, das eindrucksvoll die kulturelle Geschichte lebendig werden lässt.
Nijmegen ist eine kleine Überraschung. Mit 11000 Einwohnern ist die Stadt nicht groß. Aber sie bietet Spannendes. Zum einen ist sie die älteste Stadt der Niederlande, die Römer waren schon vor 2000 Jahren hier. Zum anderen ist sie wegen ihrer vielen Studenten jung und lebhaft. Man schlendert am besten durch die Gassen, besucht vielleicht das MuZIEum, wo man den Alltag von Blinden erlebt: Ausschließlich fühlen, riechen, hören, schmecken – das öffnet Besuchern dieses Museums die Augen!
Können Bürohäuser tanzen? In Düsseldorf lässt sich die Frage eindeutig mit «ja» beantworten. Der Architekt Frank O. Gehry hat sie entworfen. Sie stehen im Medienhafen der Stadt, wo sich zwischen Kaimauern und Gleisanlagen auch andere internationale Architekten stilvoll verewigt haben. Absolut sehenswert. Genauso wie das Geburtshaus Heinrich Heines in der Altstadt, der Hofgarten und gleich daneben die Kunstsammlung K20: Klee, Picasso, Matisse, Andy Warhol und natürlich Beuys – alle da!
Koblenz ist eine geschichtsträchtige Stadt, die früher als "Confluentes" bekannt war, was "Zusammenfluss zweier Flüsse" bedeutet. Der Rhein bietet einen faszinierenden Blick auf die Skyline, während die Mosel ein ruhigeres Ambiente bietet. Besucher können die atemberaubende Flusslandschaft mit malerischen Schlössern und Weinbergen bewundern sowie die beeindruckende Architektur der Festung Ehrenbreitstein, das imposante Deutsche Eck und die charmante Altstadt mit ihren schönen Fachwerkhäusern.
Eine weitere Perle an der Mosel ist das lebendige Cochem mit seinen mittelalterlichen Gassen und Häusern. Am besten schlendert man hier am Flussufer entlang, steigt hinauf in die Weinberge, setzt sich auf eine Bank und denkt: Wie schön ist dieser Ort! Vor allem die Burg mit verborgenen Türen und Geheimgängen, die nach der Zerstörung von Louis Ravené gekauft und als Privatresidenz wieder aufgebaut wurde. 1942 wurde sie an die Nazis verkauft, gehört heute aber der Stadt und kann besichtigt werden.
Ihr Renommee in der internationalen Weinwelt verdankt die kleine Fachwerkstadt an der Mosel dem Bernkasteler Doctor, Deutschlands teuerster Weinlage am Schlossberg. Rund um Bernkastel gedeiht feinster Riesling. Aber nicht nur der Wein ist hier berauschend, auch die Kulisse zwischen frühgotischer Pfarrkirche, Renaissance-Rathaus, dem skurrilen Spitzhäuschen, das auf einem schmalen Sockel balanciert, und urigen Weinlokalen. Über allem thront die Burgruine Landshut. Toller Blick über das Moseltal!
Trier ist eine der ältesten Städte Deutschlands und steckt voller Geschichte. Beeindruckend ist die Porta Nigra, das gut erhaltene Stadttor, und das römische Amphitheater, der imposante Trierer Dom und der Kurfürstliche Palast, der einst die Residenz der Kurfürsten von Trier war. Die Parks und Gärten laden zum Entspannen ein, während die belebten Marktplätze und Einkaufsviertel perfekt für einen Tag zum Einkaufen und Leute beobachten sind.
Rüdesheim mit seinen historischen Gebäuden und verwinkelten Gassen ist ein beliebtes Reiseziel. Hier befinden sich einige der besten Weinberge Deutschlands, die besonders für ihren Riesling berühmt sind. Eine beliebte Attraktion ist die Rüdesheimer Seilbahn, die atemberaubende Ausblicke bietet und vom Stadtzentrum hinauf zum Niederwalddenkmal führt. Versäumen Sie nicht, die berühmte Rüdesheimer Kaffeespezialität zu probieren, die mit Asbach Uralt zubereitet und mit Schlagsahne gekrönt wird.
Frankfurt, da fallen einem Würstchen ein und Banken. Noch berühmter ist natürlich Goethe, der im Haus am Großen Hirschgraben geboren wurde. Hier verfasste er zwei seiner bedeutenden Werke, «Faust» und «Die Leiden des jungen Werther». Das Geburtshaus ist heute eines von 39 Museen am Ufer der Stadt. Unbedingt sehenswert, wie die Paulskirche, wo 1848 die erste deutsche Nationalversammlung stattfand. Und der Palmengarten mit Palmenhaus – ein grüner Moment, egal ob Sommer oder Winter.
Da die kurpfälzische Residenzstadt im Zweiten Weltkrieg bombardiert wurde, gilt sie heute nicht gerade als Perle. Doch ein Besuch der jungen Stadt mit ihren vielen Studenten lohnt. Das alte Rathaus ist ein Schmuckstück, und sehenswert ist auch die größte Synagoge Deutschlands. Die jüdische Gemeinde war seit 1660 fester Bestandteil der Mannheimer Bevölkerung. An die schreckliche Zäsur im Zweiten Weltkrieg erinnert ein gläserner Kubus mit den 2400 Namen der von hier deportieren Juden.
Im Herzen der Stadt Speyer liegt der Speyerer Dom, ein prächtiges Beispiel romanischer Architektur. Das Innere des Doms überwältigt mit komplizierten Gewölbedecken, kunstvollen Glasfenstern und einer großen Orgel aus dem 18. Jahrhundert. Das Technik Museum Speyer begeistert mit einer beeindruckenden Sammlung an Oldtimern, Flugzeugen, Lokomotiven und weiteren technischen Meisterwerken. Besucher können sich in eine faszinierende Raumfahrtausstellung vertiefen, die maritime Halle erkunden und auf dem Freigelände beeindruckende Großflugzeuge bestaunen.
Gut möglich, dass Sie beim Schlendern durch Straßburg immer wieder WOW sagen. Zum Beispiel beim prächtigen Münster aus dem 12. Jh. mit seinem 142 Meter hohen Turm. Im Quartier des Tanneurs sehen Sie feinstes Fachwerk, Gassen mit Kopfsteinpflaster, überdachte Brücken. Im Mittelalter lebten hier Fischer, Gerber und Müller, die Architektur ist perfekt erhalten. Wenn Sie anschließend eine kleine Pause benötigen, um die Schönheit zu verdauen: Im einstigen Gerberviertel gibt es gemütliche Bistros.
Das malerische Basel ist Schnittpunkt der Grenzen zwischen der Schweiz, Deutschland und Frankreich. Die Stadt entwickelte sich zu einem Kultur- und Handelszentrum und wurde später Mittelpunkt des Druckgewerbes. Hier wurde das erste gedruckte Buch veröffentlicht. Heute ist Basel für seine blühende Kunstszene bekannt. Berühmt ist das Basler Münster mit seiner atemberaubenden gotischen Architektur und die Fasnacht, die jedes Jahr Tausende von Besuchern anzieht.